Siyuan Xu

Siyuan Xu

Siyuan Xu



E-mail:siyuan.xu@outlook.de



Akademische Ausbildung:

2003-2006: Germanistik, Guangdong University for Foreign Studies, VR China.

2006-2013: Deutsch als Fremdsprache/Erziehungswissenschaft, Friedrich-Schiller-Universität Jena (mit Magister Artium Abschluss).

Seit 2015: Promovend am Institut für Bildung und Kultur

Forschungsprojekt:

Lernen durch eine Umgebung moderner Technik. Eine Analyse von japanischen Anime-Serien des Genres "MECHA"

In der pädagogisch-anthropologischen Analyse ausgewählten japanischen Animes wird die Aufmerksamkeit auf das Genre "MECHA" gelenkt, in dem eine Verschmelzung von menschlichem und technischem Handeln stattfindet (Mensch-Roboter-Synthese). Dabei geht es vor allem um die Beziehung zwischen dem "Piloten" (dem Steuermann) und dem Roboter. Im Hintergrund steht die Frage, ob dieses Verhältnis mit zwischenmenschlichen Beziehungen und damit verbundenen Prozessen des Lernens am Modell vergleichbar ist.

Das Forschungsprojekt versucht, aus diesen Zusammenhängen ein Verständnis von Lernen in der Relation Mensch-Technik zu entwickeln. Damit verbunden ist die Frage, ob sich in dieser Spielart der Animes ein Menschenbild zeigt, das aus dem immersiven Umgang mit moderner Technik gespeist wird. Das Lernen von Menschen hat sich durch die Möglichkeiten der modernen Technik geändert und erweitert, was vor dem Hintergrund der Analyse des MECHA-Genres zu grundlegenden Fragen führt: Wie wird in der Mensch-Technik-Beziehung gelernt? Was für einen Unterschied zu früheren Zeiten zeigt sich, wenn der Mensch heute als ein Lernender beschrieben wird? Oder zugespitzt formuliert: Lernt der Mensch überhaupt noch?

Diese Fragen beziehen sich auch auf das zweite Forschungsinteresse des Projektes. Dabei geht es im Sinne einer anthropologischen Pädagogik mit ihren Mensch-Kultur-Analysen darum, das Verstehen der modernen Technik zu verändern und zu erweitern. Moderne Technologie - so die Hypothese - braucht nicht mehr ausschließlich als Werkzeug betrachtet zu werden. Aspekte wie die des "Koexistiert-Seins" als positive Einstellung gegenüber moderner Technik sind anstelle eines bloßen "Entgegengesetzt-Seins" zu reflektieren.

Forschungsinteressen:

  • Das Lernen bzw. der Lernprozess in einer von moderner Technik dominierten Umgebung
  • Die Lernmöglichkeit mit den Dingen
  • Vergleichbarkeit von Mensch-Mensch-Kommunikation mit Mensch-Ding-Kommunikation
  • Konsequenzen für das Verständnis von Lernen